Schwerpunkte unserer Arbeit

Situationsorientierter Ansatz

In unserer Einrichtung arbeiten wir nach dem situationsorientierten Ansatz. Hierbei gehen wir vom kindlichen Standpunkt und den kindlichen Lernbedürfnissen aus. Wir möchten den Kindern helfen ihre gegenwärtige Situation bewusst wahrzunehmen, zu fühlen, zu begreifen und zu verstehen. Sie sollen Handlungsmöglichkeiten entdecken und entwickeln, die ihnen helfen ihre momentane Situation, als wesentliches Stück ihres Lebens zu erfahren. Die Kinder haben von Anfang an eigene Rechte und vollziehen die für ihre Entwicklung notwendigen Schritte durch eigene Aktivitäten. Diese Sicht bestimmt das Bild vom Kind im Situationsansatz. Die Erzieher sind dafür verantwortlich, die Kinder durch zuverlässige Beziehungen, ein anregungsreiches Umfeld, Wertschätzung und Anerkennung in ihrem Streben nach Weiterentwicklung zu unterstützen. Deshalb ist es wichtig für unsere Arbeit, die Lebensbedingungen und das Umfeld der Kinder wahrzunehmen.

Religionspädagogik - Der Kindergarten als "Familienpastoraler" Ort

Ein ganzheitliches Bildungsverständnis schließt religiöse Bildung und ethische Orientierung mit ein. In der Regel sind Kinder offen und bringen Neugier für religiöse Fragen mit. Sie staunen über das, was sie wahrnehmen und sind fasziniert von dem, was sie nicht sehen. Sie stellen viele Fragen, wenn sie beginnen, die Welt zu erforschen. Zur Religionspädagogik gehört aber nicht nur, eine religiöse Erziehung zu verfolgen, sondern ebenso das soziale Verhalten bei den Kindern zu fördern und Wissen zu vermitteln. Religiöse Erziehung geschieht in unserem Kindergarten nicht isoliert, sondern ist in die gesamte pädagogische Arbeit integriert.

Sie beginnt bei der Situation des Kindes und fügt sich in seine Fragen, Bedürfnisse und Erlebnisse ein. Durch die ganzheitliche Erziehung wird das Kind angeregt sich für religiöse Sichtweisen der Welt zu öffnen. Unsere Arbeit ist von christlichen Werten gestützt.

Um die Kinder an den christlichen Glauben heranzuführen gibt es, neben dem täglichen Miteinander, vielfältige Möglichkeiten sich mit entsprechenden Themen auseinanderzusetzen. In unserer Einrichtung sieht das wie folgt aus:

  • Vor dem Mittagessen oder dem gemeinsamen Frühstück wird gemeinsam gebetet, um ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und Gemeinschaft zu stärken. Die Kinder unterstützen sich gegenseitig beim Mittagessen.
  • Durch religiöse Bilderbücher werden den Kindern Bibelgeschichten kindgerecht vermittelt. Rollenspiele oder Einheiten mit Legematerialien unterstützen die Inhalte der religiösen Geschichten. Auch beim Basteln und Singen setzen sich die Kinder mit religiösen Inhalten auseinander.
  • Die Feste im Jahreskreis (z.B. Ostern, Erntedank, St. Martin, Nikolaus, Weihnachten…) werden mit den Kindern besprochen, vorbereitet und gefeiert.
  • Wir besuchen mit unseren Kindern die Kirche, um Gottesdienste vorzubereiten, zu singen und zu beten.
  • Mitwirkung in der Pfarrgemeinde bei Familiengottesdiensten, Pfarr- und Gemeindefesten, Adventskonzert….
  • Kooperation mit anderen Gruppen der Gemeinde (Aufführungen bei der Adventsfeier der KFD; Spielenachmittage mit der Caritas-Seniorengruppe; Mitwirkung der Pfadfinder bei unserem Kindergartenfest…)

Partizipation

„Partizipation heißt, Entscheidungen, die das eigene Leben und das Leben der Gemeinschaft betreffen, zu teilen und gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden.“

Schröder 1995, S. 14

In der Zusammenarbeit mit Kindern bedeutet Partizipation für uns die Umsetzung der Kinderrechte. Die Kinder, die unsere Einrichtung besuchen werden durch unsere täglich pädagogische Arbeit in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt. Die respektvolle pädagogische Beziehung bildet ein Fundament, damit Leben, Lernen und demokratische Sozialisation gelingen. Ganz besonders in den Partizipationsprozessen, wenn Kinder sich beteiligen dürfen, müssen wir ihnen wertschätzend entgegen treten. Denn so fühlen sie sich in ihren Äußerungen und aktiven Teilnahmen ernst genommen. Dadurch unterstützen wir ihre Persönlichkeitsentwicklung im täglichen Leben miteinander.

Es gibt bei uns zahlreiche Beispiele an denen wir Kinder mitentscheiden lassen:

  • Platzwahl beim Frühstück
  • Geburtstagskind entscheidet wer mit am Tisch sitzen darf
  • Geburtstagskind darf sich Lied/ Spiel wünschen
  • Müsli-Tag – was möchte ich essen, wovon und wieviel
  • Toilettengang oder Wickeln: Welche Erzieher/in darf mir helfen!
  • freie Wahl der Spielbereiche im Freispiel.
  • freie Wahl der Spielpartner
  • Kinderkonferenzen Z.B. bei Spielzeugfrei

Inklusion

Ziel der inklusiven Arbeit in unserer Einrichtung ist es, jedes Kind individuell in den Blick zu nehmen, um seine Fähigkeiten und Möglichkeiten zu erkennen. Mit den Ressourcen, die das Kind mitbringt, bieten wir die individuell bestmögliche Förderung an. Wir leben den Inklusionsgedanken, Barrieren im Alltag abzubauen, so dass jeder bestmöglich am Alltagsgeschehen teilnehmen kann.
Die inklusive Arbeit übernimmt das gesamte Team unserer Einrichtung. Wir passen die Angebote, das Freispiel, Stuhl-/ Morgenkreise und Bewegungslandschaft an, sodass wir das Kind in vertrauensvoller Zusammenarbeit in seiner gesamten Entwicklung unterstützen.

Neben der Arbeit im KiTa-Geschehen, legen wir bei der Inklusion besonderen Wert auf die Zusammenarbeit mit der Familie, den pädagogischen Fachkräften unserer Einrichtung, der Leitung sowie öffentlicher Institutionen wie z.B. dem Jugend- und/oder Gesundheitsamt, sowie mit Förderschulen und Therapeuten.

Wir helfen Ihnen gerne bei den ersten Schritten: Wir sind Ansprechpartner für sie, wenn sie Sorgen und Bedenken äußern möchten, binden sie in die Entwicklungsdokumentation ihres Kindes ein und helfen Ihnen die individuell besten Fördermöglichkeiten zu finden.

 

„Ohne Vorurteile sehen wir die Vorteile.“

Theresia Friesinger

 

 

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